Wir suchen Bäckereien, die Brot mit langer Teigführung anbieten
Traditionelle Bäcker/innen und vor allem Biobäcker/innen bieten bereits seit langem solches Brot an. Wir möchten nun eine Liste aufstellen.
Dazu sind wir auf Mitarbeit angewiesen. Bitte schreibt uns, wenn Ihr eine Bäckerei kennt (per Mail, Kommentar oder auf Facebook). Also immer bei Eurem Bäcker nachfragen, welche Brote lange Teigführung haben!
In Winterthur
- Korn.Haus (Stand am Markt)
- Riboli, Obertor (auch am Samstagsmarkt)
- Bäckerei Schneider
- Brühlgutstiftung (z.B. Neumarkt)
- Bäckerei Lyner
- Bakothek, Bertschi, Unterstammheim, auch am Wochenmarkt
- Quicklebendig (privat, auf Vorbestellung)
Weitere Orte
- Biobeck Lehmann (seit 40 Jahren) (beliefert viele Zürcher Bäckereien)
- Vollkornbäckerei, Oetwil am See
- Konditorei Voland, Tösstal
- Bäckerei Vuaillat, Uster (demnächst auch Illnau)
- Gut Rheinau, Rheinau
- Bolebuck, Region Zürich
- Pan-orama, Oerlikon
- John Baker, Zürich
- Seri Wada, Zürich
- Buchmann, Zürich
- Sundaram, Uster
- KORN:HAUS, Dussnang TG und Wil SG
- Rogers Bäckerei, Wilderswil (BE)
- Bäckerei Haueter, Adelboden (BE)
- Eigenbrötler, Wauwil (LU)
- Obstberg, Bern
- Ängelibeck, Bern und Umgebung
- Bäckerei Kult, Basel
- Sutterbegg, Basel
- Furter Aarau
- Ruckli, Sarmenstorf (AG)
- Bäckerei Kast, Appenzell AR
- Bäckerei Brioche, Kirchberg (BE)
- Oberstadtbäckerei, Dietikon
Wo liegt das Problem?
Ca. 75 Prozent unseres Brotes produziert die Brotindustrie von Migros und Coop. In diesen hochtechnisierten Fabriken werden pro Nacht bis 200’000 kg Brot hergestellt. Die Brotherstellung dauert – vom Teig bis zum fertig gebackenen Brot – zwischen 60 und 90 Minuten. Diese sehr kurze Herstellungs-Praxis entspricht überhaupt nicht einer traditionellen Zubereitung von Brot und ist nur möglich, durch diverse Zugaben von nicht wenigen Zusatzstoffen (v.a. Enzymen).
Unser täglich Brot…. macht uns das heutige Brot krank?
Das Brot ist das wichtigste Grundnahrungsmittel der Menschen – seit 6’000 Jahren – aber seit Jahren reagieren viele tausend Konsumentinnen und Konsumenten nach dem Essen von Brot, mit Verdauungs-Problemen. Bis Mitte 2016 wurde vermutet, dass es der Weizen-Kleber (Gluten) sei, der für die Verdauungs-Probleme so vieler Menschen verantwortlich ist.
Der Durchbruch – die neueste Studie aus Deutschland
Nun hat eine neue Studie vom August 2016, der renommierten Universität in Hohenheim in Deutschland festgestellt, dass nicht der Weizenkleber schuld ist an den Reizdarm-Erkrankung, sondern die zu schnelle Zubereitung des Brotes. Die Studie belegt, dass sogenannte FODMAPs (vergärbare Zucker und mehrwertige Alkohole) im Teig nach einer Stunde die höchsten Gehalte aufweisen und nach 4 1/2 Stunden nur noch 10 Prozent des niedermolekularen Zuckers. Das bedeutet, dass eine lange Lagerung (Fermentation) des Teiges vom mindestens 4 1/2 Stunden das Verdauungs-Problem drastisch verringert.
Schweizer Fernsehsendung „Puls“ deckt den wahren Auslöser auf
„Schwer verdauliches Brot – schuld ist die Zubereitung“ so der Titel der Fernsehsendung „Puls“ vom 31. Oktober 2016.
Das Industriebrot wird wegen der zu kurzen Zubereitung zu einem problematischen Produkt. Das bedeutet, dass die heutige Praxis der hochtechnisierten Brotfabriken – möglichst schnell- und möglichst billig, viel Brot herzustellen – bei vielen tausend Menschen dazu führt, an einer Darmerkrankung zu leiden. Bei 12 Prozent der Bevölkerung wären das in der Schweiz rund 1 Million Menschen, die an einer Reizdarm-Problematik erkranken können – oder schon erkrankt sind.
Ein Kurzfilm (4 Min) von magendarmsuisse zeigt auf, was FODMAPs sind und wie sie wirken.
Wir als Verein Koch-Werk-Statt wollen diese Situation nicht länger hinnehmen…
Der Verein Koch-Werk-Statt möchte jetzt als Präventions-Kampagne in Winterthur das Pilot-Projekt starten „gesundes Brot für Kinder in Winterthur“.
Demnächst starten wir eine Informations-Kampagne mit dem Ziel, möglichst viele Menschen in Winterthur und in der Schweiz für das Thema Brot und Gesundheit zu sensibilisieren.
- Informationen in Kitas und Schulen in Winterthur
- Bäckereien in Winterthur motivieren, wieder vermehrt traditionelles Brot zu backen ohne Zusatzstoffe
- Uns mit anderen Organisationen und Fachpersonen vernetzen
- Informations-Anlässe organisieren für die Bevölkerung von Winterthur
- Informations-Broschüren herausgeben
- Fachstelle im „Zentrum am Neumarkt“ aufbauen
- Uns vernetzen mit Selbsthilfegruppen von Reizdarm-PatientInnen
Neue Gesundheits-Strategie des Bundes
Der Bundesrat und die Kantone haben eine neue nationale Strategie 2017-2024 zur Vorbeugung und Bekämpfung von Nichtübertragbaren Krankheiten verabschiedet. Heute leiden in der Schweiz rund 2,2 Millionen Menschen an einem oder mehreren chronischen Leiden, und diese verursachen rund 80 Prozent der gesamten Gesundheitskosten – also rund 60 Milliarden pro Jahr.
Die neue Strategie von nicht übertragbaren Krankheiten (non-communicable diseases, kurz: NCD) hat zum Ziel, den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern, zu verzögern oder die Folgen zu mindern.
Die „neue-alte“ Devise lautet: vorbeugen statt heilen.